Windows 10 – Preise und Versionen

Windows 10: Keine Hardwarebindung beim Upgrade

Microsoft Windows 10 kommt in 7 Versionen

Die Webseite ComputerBase hat zahlreiche neue Informationen zu Windows 10 in Erfahrung gebracht:

➡ Windows 10 Home kostet wohl 119 Euro, Windows 10 Pro 279 Euro

➡ Wer das kostenlose Upgrade auf Windows 10 in Anspruch genommen hat, erhält für die gesamte Lebensdauer des Geräts kostenlose Updates und neue Features

➡ Wer das kostenlose Upgrade auf Windows 10 in Anspruch genommen hat, kann seine neue Windows-10-Lizenz auch auf anderen Geräten nutzen (keine Hardwarebindung)

➡ Ein auf PCs und Notebooks vorinstalliertes Windows 10 ist an das Mainboard des jeweiligen Geräts gebunden – Microsoft zeigt sich bei weiteren Aktivierungen aber wohl „sehr kulant“

➡ Die Retail-Versionen von Windows 10 (Schachteln im Einzelhandel) erscheinen im August in Deutschland

➡ Windows 10 für die Xbox One und Windows Phone folgen im Herbst

 

Windows 10 in Deutschland – Preise endlich offiziell?


Nachdem das für Windows 7 und 8.1 verfügbare Update-Tool („Windows-Flagge“) Ende Juni bereits einen Preis von 135 Euro für die Retail-Version von Windows 10 Home aufgerufen hatte, nennt ComputerBase nun folgende Zahlen – die dem Bericht zufolge direkt von Microsoft stammen:

So viel kostet Windows 10 (Quelle: Computerbase)
Windows 10 Home 119,00 Euro
Windows 10 Pro 279,00 Euro
Upgrade von Windows 10 Home auf Pro 159,00 Euro

Windows 10 ab August im Handel


Darüber hinaus nennt Computerbase noch weitere interessante Details zu Windows 10: Während der Download des neuen Betriebssystems bereits am 29. Juli 2015 verfügbar sein wird, startet Windows 10 im August auch im Einzelhandel und vorinstalliert auf Fertig-PCs. Auf der IFA 2015 werden die Hardware-Partner von Microsoft dann komplett neue Geräte vorstellen, die bereits Windows-10-exklusive Features wie die Gesichtserkennung „Windows Hello“ unterstützen werden.

 

Keine Hardwarebindung beim Upgrade von Win 7 und 8.1


Wer im Rahmen des kostenlosen Upgrades von Windows 7 oder 8.1 auf Windows 10 umsteigt, aktualisiert damit automatisch seine bestehende Lizenz: Diese ist dann nur noch für Windows 10, nicht mehr aber für Windows 7 und 8.1 gültig. Innerhalb von 30 Tagen können Sie das Upgrade auf Windows 10 rückgängig machen und erhalten dann auch Ihre Lizenz für Windows 7 oder 8.1 zurück. Bleiben Sie bei Windows 10, lässt sich die Lizenz auch auf andere Geräte übertragen. Microsoft wird dazu ISO-Abbilder von Windows 10 bereitstellen, mit denen Sie das Betriebssytem auf einem neuen Rechner installieren und mit Ihrer Upgrade-Lizenz aktivieren werden können.

 

Microsoft „kulant“ bei OEM-Lizenzen


Wer einen Fertig-PC mit Windows 10 erwirbt, wird die darauf installierte OEM-Version des Betriebssystems grundsätzlich nicht auf einem anderen Rechner verwenden können. Zwar ist der Austausch von einzelnen Komponenten möglich, das Betriebssystem ist jedoch an das Mainboard gebunden. Sobald dieses kaputt geht oder Sie es austauschen wollen, benötigen Sie theoretisch eine neue Windows-10-Lizenz. Microsoft soll sich allerdings „sehr kulant“ zeigen, wenn der User Windows 10 auf einem neuen Rechner installieren möchte. Dies geschieht laut ComputerBase „im ersten Schritt online, im zweiten per Telefon“. Auch auf OEM-Rechnern können Sie die ISO-Abbilder von Windows 10 verwenden, um das Betriebssystem komplett neu zu installieren. Windows 10 sollte in diesem Fall automatisch die im UEFI oder auf der Festplatte des Geräts hinterlegte Lizenz auslesen und sich aktivieren können.

 

XP- und Vista-User bekommen kein Angebot


Wer weder Windows 7 noch 8.1 im Einsatz hat und damit nicht kostenlos auf Windows 10 umsteigen kann, muss den vollen Preis für das Betriebssystem bezahlen. Dies betrifft ihn erster Linie User von Windows XP und Vista. Für diese Betriebssysteme wird es offenbar auch kein vergünstigtes Upgrade-Angebot geben. Ein Windows 10 Family Pack – also ein Paket mit drei Windows-10-Lizenzen – ist anders als bei Windows 7 seinerzeit ebenfalls nicht geplant. Immerhin werden aber auch in Deutschland Systembuilder-Versionen von Windows 10 ohne Support durch Microsoft angeboten werden, die in der Regel günstiger zu haben sind als die Retail-Versionen.

Windows 10 Home: Die Standard-Version Heimanwender


Windows 10 Home wird, wie der Name bereits verrät, das bevorzugte Windows für Heimanwender sein und auf PCs und Laptops, Tablets sowie 2-in-1-Geräten, auch Convertibles, laufen. Windows 10 Home bringt die Sprachassistentin Cortana, den neuen Browser Microsoft Edge, Windows Hello Iris-, Fingerabdruck- und Gesichterserkennung, den Tablet-Modus Continuum für Touch-Geräte sowie die üblichen Apps für Fotos, Videos, Musik, Mail, Karten und Kalender mit. Zudem lassen sich Spiele von der Xbox One auf jedem PC im Heimnetzwerk zocken. Anwender von Windows 7 Home (Basic oder Premium) oder Windows 8/8.1 erhalten das Update gratis.

 

Windows 10 Pro: Für Profi-User und Kleinunternehmer


Windows 10 Pro (was auch die Variante der Insider Preview ist) baut auf Windows 10 Home auf, bietet zusätzlich aber ein erweitertes Geräte- und Daten-Management. Unterstützt wird auch das neue Windows Update for Business: Damit können Admins etwa neue Windows-Updates in Wellen an Rechner-Gruppen in vorher definierten Ringen ausrollen können. Fast-Ring-Rechner erhalten Updates früher als Systeme, auf denen etwa wichtige geschäftsrelevante Daten bearbeitet werden. Das Gratis-Update erhalten Anwender von Windows 7 Professional, Windows 7 Ultimate und Windows 8/8.1 Pro.

 

Windows 10 Enterprise: Für mittlere und große Unternehmen


Das Windows für große Firmen baut auf Windows 10 Pro auf und erweitert es um umfangreiche Geräte- und App-Verwaltungs-Tools, weitergehende Sicherheitsfunktionen wie Identitätsmanagement und „Long Term Servicing Branches“, das geschäftsrelevante Computer-Systeme lediglich mit Sicherheitsupdates versorgt, aber keinen neuen Funktionen hinzufügt. Diese Version wird nur über Volumen-Lizenzprogramme verteilt.

 

Windows 10 Education: Das Schul-Windows


Windows 10 Education baut seinerseits auf der Enterprise-Variante auf. Es richtet sich an Schulen, Lehrer und Schüler und kann über spezielle Volumenlizenzen für Bildungseinrichtungen aber günstiger erworben werden.

Windows 10 Mobile: Für alle Windows Phone 8.1-Geräte


Die mobile Variante von Windows 10 läuft auf Smartphones und kleinen Tablets. Sie bietet die Apps der PC-Version in angepasster Optik und zusätzlich eine touch-optimierte Version von Office. Dank Continuum lassen sich Geräte mit Windows 10 Mobile mit Maus, Tastatur und Monitor wie ein kleiner PC bedienen. Das Update erhalten alle Nutzer von Lumia-Smartphones, auf denen bislang Windows Phone 8.1 läuft, kostenlos.

 

Windows 10 Mobile Enterprise: Windows fürs Firmen-Handy


Basierend auf Windows 10 Mobile bringt die mobile Enterprise-Variante ein spezielles Update-Management mit, dass es IT-Abteilungen erlaubt, genau festzulegen, wie schnell Updates und neue Funktionen auf das System gespielt werden. Windows 10 Mobile Enterprise steht Volumen-Lizenznehmern zur Verfügung.

 

Windows 10 IoT Core: Windows für Smartwatches


Mit der Internet-of-things-Version von Windows 10 werden Hardware-Hersteller künftig nicht nur Kleinstrechner wie Raspberry Pi 2 bestücken können, sondern auch Wearables wie Smartwatches. Zudem soll Windows 10 IoT Core in unterschiedlichsten Internet-fähigen Geräten wie Aufzügen, Herz-Monitoren oder Geldautomaten zum Einsatz kommen.

 

Windows 10: Update für Raubkopierer


Auch an (unfreiwillige) Besitzer von Raubkopien früherer Windows-Versionen hat Microsoft gedacht. Mittels eines Wasserzeichens soll der User auf seine Raubkopie aufmerksam gemacht werden. Die Besitzer illegaler Versionen werden keine Updates oder Support erhalten, sollen gleichzeitig aber mit einem attraktiven Angebot zum Umstieg auf das legale Windows 10 bewegt werden. Preise oder weitere Bedingungen dazu stehen noch nicht fest.

Windows 10 wird am 29. Juli in 190 Ländern und in 111 Sprachen von Microsoft veröffentlicht.

 

*Quelle Chip.de